Neues Jahr, neues Chaos?
Lebensfreude in stürmischen Zeiten
Elisabeth Lang
1/9/20263 min read
Photo by Lidya Nada/Unsplash
Ich wünsche euch allen ein wunderbares, möglichst entspanntes neues Jahr – und immer wieder Momente echter Lebensfreude.
Klingt das für dich gerade falsch?
In einer Zeit, in der das Jahr erneut mit Krisen, Kriegen und weltverändernden Ereignissen beginnt? In der die Hoffnung auf Frieden eher schwindet als wächst? Und in der man sich fragt, ob Optimismus oder gar Lebensfreude nicht schon fast naiv wirken?
Ich kenne diese Gedanken gut.
Ich habe mich viele Jahre in Gewerkschaft und Politik bewegt – und ja, es ist sinnvoll und wichtig, sich zu engagieren. Unbedingt! Gleichzeitig habe ich dort erlebt, wie schnell man dabei mental und körperlich an seine Grenzen kommt. Oft ausgelöst durch das Gefühl von Ohnmacht angesichts von Ungerechtigkeit, Härte und dem Hass mancher Menschen.
Genau das ist der Grund, warum ich mich der mentalen Gesundheit, dem Yoga und der Meditation zugewandt habe.
Nicht, weil ich unpolitisch geworden bin. Sondern weil ich denke, es ist Zeit für Veränderung und ich möchte stabil bleiben. Ich möchte – so klein er auch sein mag – einen Beitrag leisten, andere Menschen dabei zu unterstützen, überfordert zu sein.
Nach dem Ende meines Berufslebens habe ich entsprechende Ausbildungen gemacht. Und ich lerne bis heute – jeden Tag. Und ich darf sagen – es hat auch mir sehr geholfen. Das darf ich jetzt weitergeben.
Angst ist für viele Menschen ein ständiger Begleiter geworden. Wenn Journalist:innen Menschen auf der Straße zu aktuellen Ereignissen oder zur politischen Lage befragen, hört man oft Sätze wie:
„Das macht mir Angst.“
„Ich fühle mich unwohl.“
Natürlich gibt es auch andere Stimmen:
„Davon lasse ich mir den Spaß nicht verderben – ändern kann ich es ja eh nicht.“
Sich ängstlich oder unwohl zu fühlen ist eine völlig normale Reaktion. Ich erlebe das selbst immer wieder. Der Unterschied zu früher ist für mich heute eine andere Frage:
Wie gehe ich mit diesen Gefühlen um?
Wegdrücken ist keine Option. Und Frust auch mal rauszulassen, finde ich absolut legitim.
Was ich jedoch gelernt habe:
Ich bin nicht meine Gedanken. Und ich bin nicht meine Gefühle.
Gedanken und Gefühle entstehen im Bewusstsein – und sie spiegeln erstaunlich oft keine reale Bedrohung im Hier und Jetzt wider. Sich das immer wieder bewusst zu machen, zum Beispiel durch Meditation oder achtsame Pausen, hilft enorm, die Dinge wieder ins Verhältnis zu setzen.
Ein einfacher, aber wirkungsvoller Realitätscheck kann sein, sich im eigenen Umfeld umzusehen und sich ehrlich zu fragen:
Habe ich eine warme Wohnung?
Habe ich genug zu essen – auch wenn es teurer geworden ist?
Gibt es Menschen, die mich unterstützen, wenn es mir schlecht geht?
Wenn du diese Fragen überwiegend mit „Ja“ beantworten kannst, dann geht es dir – bei aller Unsicherheit in der Welt – sehr, sehr gut. Besser als vielen anderen Menschen.
Sollte sich das einmal ändern, darfst (und solltest) du dich damit beschäftigen. Aber jetzt gibt es dafür kein Grund.
Die Zauberformel lautet für mich:
Mehr im Hier und Jetzt sein
Das bedeutet nicht, Ungerechtigkeiten zu ignorieren, Hass hinzunehmen oder die Welt rosarot zu sehen. Ganz im Gegenteil. Wer möchte, kann und sollte sich engagieren. Und wer merkt, dass Traurigkeit, Sorgen oder Ängste überhandnehmen, darf und sollte sich Hilfe holen. Mentale Gesundheit ist kein Luxus – sie ist eine Voraussetzung dafür, handlungsfähig zu bleiben.
Was jedoch jede und jeder sofort tun kann:
Im eigenen Umfeld beginnen. Freundlich sein. Empathisch handeln. Friedlich bleiben, so gut es geht.
Denn innerem Frieden folgt äußerer Friede.
Vielleicht ist genau das der wirksamste Anfang, um zu einer friedlicheren Welt beizutragen. Klingt simpel, ist es auch.
In diesem Sinne wünsche ich dir Leichtigkeit, Freude und Frieden – in deinem Leben und im kommenden Jahr.
Mentale Gesundheit beginnt mit bewussten Pausen.
Wenn du merkst, dass Sorgen, Gedanken oder innere Unruhe dich belasten, kann Meditation ein kraftvoller Anker sein.
Ab dem 21. Januar lade ich dich zu meinem Meditationskurs ein – als Raum zum Durchatmen, Sortieren und Stabil werden. Mehr Info findest du auf meiner Website.
Wer am 21. Januar um 17:30 Uhr dabei sein möchte – die Teilnahme an diesem Tag ist kostenlos. Kurze Nachricht an mich (Link zur Email), und ich schicke den Link zur Zoom.
Es gibt für Arbeitnehmende und Vorgesetzte auch die Möglichkeit einer virtuellen Mittagspause:
Viele Berufstätige gehen mental ungebremst von einem Termin in den nächsten. Der Körper bleibt im Alarmmodus, selbst in der Pause.
Die virtuelle Mittagspause hilft, das vegetative Nervensystem bewusst herunterzufahren, den Stresspegel zu senken und einen klaren Schnitt zwischen Arbeitsphasen zu setzen. Ich biete Sie mittwochs um 12:30 Uhr ab dem 28.01.2026 per Zoom an. Wer Interesse hat, gerne melden. Kontakt auch über diese Website möglich
Sorge gut für dich. Deine innere Balance ist die Grundlage für alles andere.